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Villingen - Schwenningen und Schwarzwald Baar e.V.

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Jüdische Gemeinde Villingen-Schwenningen

Parschat Vajera

Paraschat Vajera

„Und Gott erschien ihm (Awraham) unter den Bäumen Mamres, während er in der Hitze des Tages vor seinem Zelt sass" (Ber.18,1)

Raschi gibt zwei Antworten zu der Stelle, die man sich stellen muss wenn man diesen Abschnitt liest. Warum ist Gott Awraham erschienen? Es gab vorher kein Gebet oder ein Dialog zwischen Awraham und Gott. Und warum haben wir hier eine genaue Beschreibung des Ortes an dem Gott mit Awraham gesprochen hat. In früheren Begegnungen mit Gott und Awraham finden wir keine genaue Beschreibung des Ortes. (verg.. Ber. 12,; 13, 14; 15,1) Das vorangegangene Kapitel bietet uns Aufschluss zu den beiden Fragen die man sich stellen muss. Darin wird über den Auftrag Gottes an Awraham berichtet an sich und seinen männlichen Familienmitgliedern die Beschneidung zu vollziehen. (Ber,17, 1-27) Nun nach dieser „Brit Mila" der Beschneidung machte sich Gott auf um einen exemplarischen Krankenbesuch bei Awraham zu machen. So verstehen unsere Weisen die Offenbarung (Sota 14a). Doch wer ist Mamre? Er gehört mit Eschkol und Aner zu den einheimischen Bundesgenossen von Awraham, von denen schon früher die Rede war.(Ber. 14,13). Nach einem Midrasch Rabba(Ber.42,8) beriet sich Awraham mit seinen Freunden über die Beschneidung und es war Mamre, der ihm gut zuredete und als Zeichen seiner Anerkennung nun erwähnt wird. Aner wies dagegen auf das hohe Alter und die gesundheitlichen Folgen bei Awraham hin. Eschkol machte Awraham auf die potentielle Gefahr aufmerksam, die eine Identifizierbarkeit bei der Beschneidung mit sich bringen kann. Das letztere Argument hat gerade in der Nazi-Zeit eine traurige Bedeutung erlangt. Wie vielen Nachkommen Awrahams wurde die „Mila", das Bundeszeichen, zum Verhängnis und lieferte sie ihren Feinden aus! Doch wie kommt Awraham überhaupt dazu in dieser persönlichen Angelegenheit seine Freunde zu fragen? Ist er nicht schon Früher ohne zu zögern nur aus das Wort Gottes zur Tat geschritten? Eine Rabbinische Auffassung ist, das Awraham seine Aufgabe darin sah das Wesen Gottes allen Menschen zu verkünden. Alle anzusprechen von Gott zu erzählen um sie für Gott zu gewinnen. Also er sah sich in der missionarischen Aufgabe, allen Menschen Gott zu verkünden.( vergl. Ber. 13,4; 14,19) Er fürchtete durch die Beschneidung sich in die Isolation zu bringen. Da beruhigte Mamre Ihn und zeigte ihm auf, das Judesein und Menschsein sich nicht ausschließen, sonder zusammengehören.

Rabbiner Hirsch sieht es so:
Awrahams einzige Sorge, die ihn in den Sonnenbrand vor seine Tür rief, war die Angst, es könnten sich jetzt nach der Beschneidung die Menschen von ihm zurückziehen. Frau Kind , das ganze Haus wurde in Bewegung gebracht als die ersten Gäste vor seinem Haus erschienen. Und dabei vergisst er selbst seinen göttlichen Besuch, denn die Gastfreundschaft gilt höher als vor dem Angesicht Gottes zu stehen.

Unser Essens aus dieser Paraschat:
Wir Juden sollen unseren Weg mit Gott alleine gehen uns aber allen Fragen die uns das Leben stellt beraten, um danach selber mit Gott den für uns richtigen Weg zu gehen. Und die Absonderung von uns Juden, in religiösen belangen, bedeutet nicht, das wir auf den Kontakt mit anderen Menschen verzichten müssen, nur weil sie einen anderen Glauben haben. Nein wir sollen Gastfreundschaft praktizieren mit unseren Freunden und Bekannten, ganz so wie es uns Awraham vorgelebt hat. Und zwar so als wenn wir Gott bewirten würden.

Rav. Maordechay Kahane

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